Dienstag, 2. August 2016

Mehr zum Emojiwalk

Gestern hatten wir einen schönen Pressetermin zum Projekt von Annika und Bastian von den Eichen und hier in den Links ist ein Ergebnis (Vielen Dank an Barbara Luetgebrune und Anke Groenewold !)

Emojiwalk in der Lippischen Landeszeitung

Emojiwalk in der Neuen Westfälischen


Freitag, 22. Juli 2016

Emojiwalk

Hier ist das nächste Gipfeltreffen-Projekt, das ich vorstellen möchte:
Das gesamte Kunstprojekt befasst sich ja mit dem Wandern, Erkunden, Rasten und Entdecken entlang des Hermannswegs im schönen Teutoburger Wald. Hier wird der interessierte Wanderer ab jetzt auf Botschaften treffen, die ihm vermutlich vertraut sind und deshalb auch unmittelbar verständlich, aber aus einem völlig anderen Kontext stammen, nämlich vom Smartphone:
Hier ist dem Wanderer ein Licht aufgegangen.

Hier denkt er über die Jagd nach und den damit verbundenen Fleischkonsum.
Die Künstler Annika und Bastian von den Eichen sind es, die auf diese neuartige, zeitgemäße und doch völlig analoge Weise mit ihren Mitmenschen kommunizieren. Tatsächlich greifen sie hierbei nur minimal in die Natur ein, denn ihre "Technik" entnimmt der Umgebung nichts und fügt nichts hinzu, die Piktogramme entstehen lediglich durch die Säuberung des Untergrundes vom Moos. Für ihre Mitteilungen nutzen sie eine universal verständliche Bildsprache, die mit den "Emojis" derzeit eine Renaissance erlebt: Die Art und Weise, wie das Künstlerpaar mit den Zeichen umgeht, verdeutlicht die Herkunft in der steinzeitlichen Höhlenmalerei, die Verwandschaft mit ägyptischen Hieroglyphen, heraldischen Zeichen des Mittelalters und Markenlogos der Gegenwart. Wie über Sprachbarrieren hinweg auch komplexe Inhalte vermittelt werden können, z.B. ein Kommentar zum aktuellen Smartphone-Hype "Pokemon Go", zeigt das Kunstprojekt ebenso, wie es zu einer spannenden Schnitzeljagd im Teutoburger Wald einlädt.



Auf Instagram werden GPS-Daten und Hinweise zu den Kunstwerken entlang des
Hermannsweges veröffentlicht. Im selben Zug ist der Kunstfinder aufgefordert, Fotos zu teilen (#emojiwalk).

Weitere Fotos findet man auf INSTAGRAM: https://www.instagram.com/liniental/


Hier noch ein Link zur Seite der Künstler: http://liniental.blogspot.de
 





Dienstag, 19. Juli 2016

Gipfeltreffen der Zauberlehrlinge



Wie angekündigt, möchte ich ja noch die einzelnen  Beiträge zum Projekt "Gipfeltreffen" vorstellen, wie sie an unserem Sommerfest zu sehen waren. Den Anfang macht die zauberhafte Arbeit von Angelika Höger, die ich noch gar nicht gezeigt hatte, weil ich leider kein einziges vorzeigbares Foto davon hinbekommen habe. Auch jetzt gibt es nur Fotos vom Außenraum, weil es im Innenraum zu dunkel war, um die filigranen, in Bewegung befindlichen Putzteufelchen zu fotografieren.

Die alte Schmiede ist ein leider zur Zeit etwas vernachlässigter Teil des Torhauses, der zuletzt - hergerichtet in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts - als eine Art Partyraum gedient hat. Staub und Spinnweben haben sich seitdem dort breitgemacht, bis Angelika Höger sich genau diese Situation für ihre künstlerische Intervention aussuchte. Zahlreiche motorbetriebene kleine Bürstchen, Pinsel und Besen, zusammengebaut meist aus ausrangierten alltäglichen Gegenständen, teils anthropomorph wie Elfen oder Heinzelmännchen, teils phantasievoll-spielerische Mini-Maschinen, bevölkerten nun die Schmiede, um dort einen ebenso obsessiven wie vergeblichen Hausputz durchzuführen. Wie in einem Hexenhaus aus dem Märchen gab es nun in der Schmiede in jeder schummrigen Ecke einen der kleinen Gesellen zu sehen, der sich an einem winzigen Teil des Ganzen in unermüdlicher Wiederholung abrackerte, bis seine Batterie den Geist aufgab. Der Spaß am Entdecken und Beobachten erhielt so durchaus auch eine hintergründige zweite Ebene.   

Angelika Höger stammt aus Freiburg im Breisgau. Sie lebt und arbeitet seit 2009 im Künstlerhaus Artists Unlimited in Bielefeld. In zahlreichen Projekten und Ausstellungen hat Angelika Höger ortsspezifische und thematische Konzepte mit  interaktiven Kommunikationselementen realisiert, u.a. 2000 „Investigative Landschaftsfotografie“ in der Ausstellung „Umgebungen“ im Kunstverein Gütersloh;  2004 „Chambre de madame maintenat“ beim „Poeziezomer“ in Watou, Belgien (kuratiert von Jan Hoet), 2008  „Unbekanntes Pferd, lauf heim“ in „OWL1“ im Marta Herford und 2015 „Catch of the day“ im Sirius Arts Centre in Cobh, Irland.


http://www.angelika-hoeger.de/