Freitag, 20. Dezember 2013

1912 auf der Gräfte

Gerade habe ich ein paar wunderschöne Fotos erhalten, die im Jahr 1912 aufgenommen wurden.  

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Zwischenpräsentation an der Hochschule

Am Dienstagabend gab es in der FH in Detmold eine Zwischenpräsentation der Arbeitsergebnisse zu unserem Wasserschloss-Projekt. Wie schon berichtet widmen sich die Studierenden der Klasse Prof. Eva Filter das ganze Semester über der Frage, wie man unsere Schloss-Ideen mit einer gelungenen Innenarchitektur unterstützen kann. Keine ganz einfache Aufgabe, denn Gegensätze wie alt und neu, privat und öffentlich, Vergangenheits- und Zukunftsorientierung sollten im optimalen Fall zu einer harmonischen Einheit zusammenfließen. Und ich war begeistert von den vielfältigen, ebenso originellen wie funktionalen Ideen, die von den Studierenden präsentiert wurden! Schön war auch, wie die Ideen in Zeichnungen, Aquarellen, Collagen, Modellen etc. visualisiert wurden, es waren richtige Kunstwerke dabei! Ich dachte, heute würde das alles nur noch am Computer gezeichnet, aber so ist es viel anschaulicher. Man kann gespannt sein auf die Abschlusspräsentation und wir überlegen, ob wir sie in einer Ausstellung vor Ort öffentlich zeigen.

Sonntag, 24. November 2013

Ornamentik II: Tulpe oder Lilie?

Die zweite Blume, die sich auf dem Treppengeländer findet, und zwar auf jeder Strebe oberhalb und unterhalb der Rosette, ist etwas schwierig zu identifizieren. Ich glaube aber dass es sich um eine Tulpe handelt und nicht um eine Lilie. Die Geschichte der Tulpe war zu dem Zeitpunkt der Erbauung unseres Treppengeländers schon wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser geraten, während sie gut ein Jahrhundert zuvor die erste Spekulationssblase der Geschichte hervorgerufen hatte, den sogenannten Tulpenwahn in Holland.Tulpenzwiebeln, die zuerst im 16. Jahrhundert aus der Türkei importiert worden waren, waren in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts so teuer geworden, dass die Leute sich für einen Anteil an einer Zwiebel verschuldeten.1637 platzte die Blase, der Markt brach zusammen und die Spekulanten standen da mit ihren Tulpenzwiebeln. 

        Seitdem steht die Darstellung von Tulpen z.B. auf den niederländischen Stilleben, zwar für Reichtum und Luxus, aber auch für Leichtsinn und Vergänglichkeit.

Jan Breughel d.J.: Allegorie auf die Tulpomanie, um 1640.


Jan Breughel d.J.: Tulpen und andere Blumen in einem Glas, 17. Jhd.

 Im 18. Jahrhundert wurde die Tulpe aus dem höflischen Bereich auch in die Volkskunst übernommen. Hier finden wir sie zum Beispiel auf einer schwälmischenWeißstickerei.
Gut möglich also, dass die Erbauer unseres Treppenhauses all dies im Hinterkopf hatten. Könnte aber auch sein, dass sie das Ornament einfach nur hübsch fanden, wie wir auch.



Montag, 18. November 2013

Schockierendes Badezimmer-Szenario


So sah das Bad aus: Nicht gerade modern, aber immerhin als Badezimmer erkennbar.
Jetzt ist es komplett demontiert, nur noch die Wände stehen und im Boden klafft ein riesiges Loch. Bis das ein schönes neues und gemütlich warmes Bad wird, ist noch einiges an Arbeit erforderlich!

Sonntag, 10. November 2013

Ornamentik I: Die Rose

Im Treppenhaus befindet sich ein geschnitzes und farbig gefasstes Geländer aus der Bauzeit. Jetzt wurde ich schon oft gefragt, ob es sich bei dem Blumenornament um die Lippische Rose handelt: Nein, muss ich sagen, es handelt sich eher um ein Rosetten-Ornament, wie es zum Beispiel im Fachwerkbau als Fächerrosette seit der Weserrenaissance im Ostwestfälischen Raum beliebt war.
 
Die Lippische Rose ist ein heraldisches Motiv, da sie das Wappenzeichen der Edelherren zur Lippe ist. Sie wird mit fünf roten Blütenblättern und fünf gelben Kelchblättern dargestellt und sieht so aus:
Lippische Rose.
Tudorrose.
Verwandt ist sie der Tudor-Rose, die zusätzlich einen weißen (hier silbernen) Kranz aus Blütenblättern aufweist.

Rosette an romanischem Kapitell.
Unsere Blume hingegen ist eine Rosette, wie sie die Ornamentik schon seit der Antike kennt. Auch andere Kulturen kennen das Motiv, weil es wahrscheinlich unserem Sinn für Harmonie und Ästhetik in besonderer Weise entspricht. Schon Kinder zeichnen gern solche Blumen, bei denen um einen Mittelpunkt Kreissegmente gruppiert werden. In der Geometrie entsteht so eine Zirkelblume; wenn man sie nach außen erweitert wird es die buddhistische Blume des Lebens.


Zirkelblume.

Unsere Rosette am Treppengeländer hat 18 Segmente, die durch eine kreuzförmige Einteilung entstanden sind, wobei jedes Viertel wieder in drei "Blütenblätter" geteilt ist. Abwechselnd sind die Segmente außerdem nach innen und nach außen gewölbt.
Rosette am Treppengeländer, ca.1755.

Weitere kleine Rosetten finden sich übrigens im Sockelfries des Tapetenzimmers.

Rosetten im Tapetenzimmer, ca. 1810.

Über der Rosette befindet sich eine andere stilisierte Blume.
Soviel dazu, ornamenthistorisches Thema nächste Woche: Tulpe, Lilie, Fleur de Lys.- auch sehr spannend!

Montag, 4. November 2013

Super-Samstag

Am Samstag habe ich 125 Narzissen-Zwiebeln im Rosenbeet versenkt in der Hoffnung, dass es dann nicht nur während der Rosenblüte schön aussieht, sondern schon im Frühling. Außerdem haben unsere lieben Nachbarn tonnenweise Laub weggeschafft, so dass im Moment schon einmal die Wege frei sind. Danke Mariele und Hubert für eure Hilfe! Es sollte ja eigentlich für Euch ein Urlaubswochenende sein, aber ich hoffe ihr habt es trotzdem genossen.
Am allermeisten hat aber die WG geschuftet: Das alte Badezimmer ist komplett raus. Zu sehen sind nur noch die nackten Lehmwände. Für mich ein Schock war allerdings der Fußboden. Da ist jetzt nur noch Erde mit riesigen Steinbrocken darin und in der Mitte klafft ein gewaltiges Loch. Es finden sich auch massenweise Nussschalen in diesem Loch. Ob da ein Eichhörnchen sein Versteck hatte vielleicht schon vor hundert Jahren? Auf jeden Fall danke, liebe WG, ohne euch hätten wir das nie geschafft. Aber bis das schöne neue Bad fertig ist, gibt es wohl nochmal einiges an Arbeit.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Herbst-Impressionen




Gestern war ein Herbsttag mit viel Sonne und Licht. Die Blutbuche hat, wie man sieht ihre Blätter schon überall verteilt und es sieht toll aus. Die Trauerweide hat noch die meisten Blätter, aber bunt ist sie auch schon. Also genießen wir erst einmal den Anblick, über die Blätterbeseitigung machen wir uns später Gedanken, wenn alles unten ist! Auf jeden Fall wird kein Gebläse zum Einsatz kommen, das schwöre ich!

Apfelbaum gepflanzt

Vielen Dank, liebe Künstler und Literaten, für den wunderschönen Apfelbaum! wir haben ihn gestern eingepflanzt und hoffen jetzt, dass er sich dort wohlfühlt und uns in ein paar Jahren mit einer reichen Ernte beschenkt. Dann kann ich noch mehr Apfelkuchen und Apfelringe machen!

Sonntag, 6. Oktober 2013

Projekt mit der Hochschule OWL startet



Am Donnerstag, den 3.10. fand auch der Auftakt für das Projekt mit der Hochschule in Detmld statt:


Studenten entwickeln Ideen für das Wasserschloss Reelkirchen
Umfangreiche denkmalpflegerische Arbeiten werden in den nächsten Jahren erforderlich sein, um das historische Wasserschloss in Reelkirchen (Baujahr 1755) wieder nutzbar zu machen.  Hier sind gute Ideen ebenso gefragt, wie innenarchitektonisches Know-How.  Über 30 Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Fachbereich Innenarchitektur, starteten deshalb unter der Leitung von Frau Prof. Eva Filter am Donnerstag, den 3. Oktober mit diesem Projekt, das sie das gesamte Wintersemester über bearbeiten werden.  So haben sie die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten praxisnah zu erwerben, während die Bauherren sich zahlreiche Anregungen erwarten, wie sie das Bauwerk nachhaltig, innovativ und den modernen Erfordernissen entsprechend gestalten können, ohne dass die besondere, in den Jahrhunderten seines Bestehens entstandene Atmosphäre verloren geht. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit zwischen den Studierenden der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur und den Bauträgern sollen zum Ende des Wintersemesters, Anfang Februar 2014, in einer Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Uns hat es viel Spaß gemacht, ich hoffe, den Studierenden auch. Jetzt sind wir gespannt, was sie daraus machen!

Freitag, 4. Oktober 2013

Das passende Auto?








Nein, Scherz, wir haben uns jetzt nicht auch noch einen Oldtimer zugelegt. Gestern hatten wir Überraschungsbesuch von der Radio Lippe Fotosafari. Plötzlich kam ein seltenes Gefährt nach dem anderen angefahten.Nach einiger Irritation stellte sich heraus, dass wir auf der von Radio Lippe veranstalteten Oldtimer-Fotosafari-Route lagen und fast jeder der 150 beteiligten Fahrer nutzte das schöne Wetter und das romantische Ambiente, um dort ein Foto zu machen. Sie sind alle auf der Radio-Lippe-Seite zu bewundern:
http://www.radiolippe.de/aktionen/foto-safari-2013.html

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Brief von Delane



Am letzten Wochenende war der Künstler und Architekt Delane Bredvik zu Besuch und hat uns geholfen. Später schickte er uns die Fotos und einen Brief mit seinen Tipps zum Projekt. Weil unsere Vorstellungen sehr ähnlich sind und gut zusammengefasst, hier  ein Auszug davon:

"I thought that I may be able to offer thoughts or advice about your project from my art/architectural background, but having listened to some of the plans you have underway, it is clear that you are already on what I consider the best path.  You understand the idea and responsibilities of stewardship and you respect the history of the place.  Gathering photos, drawings, and other texts and documents from the previous owners and from local historical resource groups is perfect.  Documenting now your own process and the beginning of your history with the place with photos and a blog is also perfect.  Inviting students and others in for their thoughts is also great.

With restoration projects, I firmly believe that a very conservative approach that respects the integrity of the structure, that re-uses original materials whenever possible, and that puts back material that is close to the original is best.  Your estate has "good bones."  Part of what your project is doing, is revealing the original "goodness" of the place.  You guys are helping it become "fit" again, in a way, by pealing off all those unnecessary layers and getting back to the bones and muscles.  Part of being conservative at this stage of the project has to do with modesty and not imposing an ego-centric plan onto what already is something very individual and unique.  As parents, I imagine you understand these things, and the fact that you have anther kid, in a way, with your Schloß and that it will need guidance, care, love, respect, and the understanding that it is its own thing already." 


Freitag, 27. September 2013

Sonntag, 22. September 2013

Künstlerbesuch II


Auch an diesem Wochenende hatten wir wieder tatkräftige Unterstützung. Der Rückbau in der Mansarde schreitet voran. Wir unterhielten uns darüber, wie die man die Stimmung oder den "Geist" so alter Häuser spüren kann. Ob es möglich ist, dass Orte das speichern was dort schon so alles passiert ist. Das weiß ich nicht, aber unser Gebäude hat bestimmt schon alles Mögliche gesehen, Krieg und Frieden, Liebe und Hass, Geburt und Tod... Vielleicht ist das der Grund, warum ich mehr Vertrauen zu alten Häusern habe, als zu neuen, weil sie einfach mehr Erfahrung haben.
Delane, wie er das Kreuzabnahme-Relief fotografiert, auf dem sich eine Irminsul-Darstellung befinden soll. Er arbeitet nämlich gerade an einem Vertikal-Windrad mit dem Titel "Irminsul".

Da bot es sich natürlich an, diese Sehenswürdigkeit zu besuchen: Die Externsteine in Horn-Bad Meinberg.

Künstlerbesuch I

Danke Haike, Miriam, Darius und Torsten für eure Hilfe! Es war eine schöner Tag und ich werde das von Euch renovierte Zimmer jetzt immer das "Künstlerzimmer" nennen!
P.S. mein Fotoapparat ist defekt und macht nur noch unscharfe Fotos.

Sonntag, 15. September 2013

Eine erste Kleinigkeit, die fertig ist

Immerhin ist jetzt mal etwas fertig geworden und das ist ein Stuhl:

 So war der vorgefundene Zustand mit viel Lack. Auch nicht schlecht, aber man konnte sehen, dass es ein schöner Eichenholzstuhl war mit ursrprünglich geflochtener Sitzfläche.
 Also erstmal die Sitzfläche entfernt.
 Dann mit dem Heißluftgerät den Lack abgeschabt.
 Ging nicht alles so gut runter, also das Ganze mit der Drahtbürste nochmal, damit auch die Rillen im Holz so gut wie möglich sauber wurden.
 Es waren viele Löcher drin, die dank Spachtelmasse unsichtbar gemacht wurden.
Jetzt wurde er noch mit einer schönen hellen Sitzfläche versehen und fertig!

Donnerstag, 22. August 2013

Zerstörung

In der Mansarde sieht es momentan schlimm aus! Rückbau nennt man das wohl. Wenn wir schöne, großzügige Räume haben möchten, muss erstmal allerhand rausgeschmissen werden! Es gibt doch den homöopathischen Grundsatz, dass es erst schlimmer werden muss, bevor es besser werden kann. Daran halten wir uns!
Teilweise bis zu zehn Tapetenschichten.



Fünf Stufen sind inzwischen freigelegt!

Sonntag, 21. Juli 2013

Der Sommer von seiner besten Seite

Mit blauem Himmel und pinkrosa Rosen präsentierte sich der Sommer an diesem Wochenende in Höchstform. Hier einige Fotos, die die Sonnenseite des Schloss-Projektes zeigen:
Rosenbeet in voller Blüte.
Ein bisschen paddeln.

Und ein bisschen spinnen.

Jetzt sieht es so aus, als würden wir dort ganze Wochenenden im Liegestuhl verbringen, was auch bestimmt nicht verkehrt wäre. Tatsächlich waren Josef und ich aber nur vielleicht eine halbe Stunde draußen an diesem Wochenende, weil wir die ganze Zeit in der Mansarde oben alte Fußböden, Holzverkleidungen und Tapeten abgerissen haben. Immerhin eine Treppenstufe habe ich außerdem von dieser komischen Klebemasse befreit. Ab jetzt werde ich jedes Wochenende ein oder zwei Stufen freilegen, so kommt man dann langsam zum Ziel.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Eine Sehenswürdigkeit

Im Dorf befindet sich eine Gaststätte mit Kultpotential. Ich glaube sogar, dass sie in gewissen Insiderkreisen bereits angesagt ist. Leider ist sie nur selten, nämlich immer Freitagsabends, geöffnet und dann waren wir bisher noch nicht dort. So sieht sie von außen aus:
Am Wochenende, als wir durch den Ort spazierten, fanden dort Filmaufnahmen statt und wir nutzten die Gelegenheit, um das Innere einmal in Augenschein zu nehmen. Es sieht noch exakt so aus, wie es zu Zeiten meiner Kindheit und Jugend dort auch schon aussah und selbst dann war die Einrichtung ganz sicher schon ein paar Jahrzehnte alt. Meiner Meinung nach ist das Ganze auch ein Kulturgut und als solches unbedingt schützenswert!  Hier ein Eindruck, der aber die authentische Athmosphäre (z.B. den typischen Geruch) leider nicht ganz vermittelt.



Sonntag, 30. Juni 2013

Renovierungs-Wochenende

Einen ganzen Container voller Teppichreste, Fliesen, Sperrholzplatten und Ähnlichem haben wir aus der Mansarde herausgeholt. Weil alle geholfen haben, ging es sogar noch relativ schnell und der Container war schon Samstag abend voll. Trotzdem ist es noch ein weiter Weg, bis es im oberen Geschoss schön und gemütlich ist. Installationen, Wände, Fußböden, Badezimmer, alles muss gemacht werden, aber wir haben ja Zeit...
Mal sehen, wie man die komische Masse auf den Dielen wieder abbekommt.

Container schon fast voll.

Die Klebemasse auf den Treppenstufen könnte auch zum Problem werden.

Alle helfen supergut mit!

Work-Life-Balance.