Sonntag, 11. Januar 2015

For a Creek



Undefinierbare Geräusche und ein geheimnisvolles blaues Leuchten lockten in der Sylvesternacht die Besucher immer wieder an das Ufer der Gräfte, wo es die Sound- und Lichtinstallation "For a Creek" zu entdecken gab. Das athmosphärische Arrangement aus tausenden opaken Kugeln mit integrierten Mini-Lautsprechern und LED-Lichtern schien aus einer anderen Welt zwischen Traum und Wirklichkeit wie das umgebende Efeu an der Schlossmauer bis zum Wasser hinunter gewachsen zu sein. An fremdartige Pilze, an die Eiablage unbekannter Amphibien, an einen Aggregatzustand zwischen Schaum, Schnee und Eis erinnerte die Szenerie, die ebenso wie die umgebenden Geräusche die Phantasie beflügelte und allen, die sie forschend erkundeten, einen Moment des Innehaltens und Staunens bescherte.
Wer mehr wissen möchte, kann unter http://www.atelier-windl.com weitere Installationen der Künstlerin Melanie Windl sehen.
  

Sonntag, 4. Januar 2015

Dem Wasser

"Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser", dieser selbst wasserbewegte Schriftzug spiegelte sich in der Sylvesternacht im Wasser der Gräfte und reflektierte auf der Mauer des Torgebäudes. Diese Metapher und die Zeichnung um die Toreinfahrt herum waren erste Vorboten davon, wie die Lichtzeichnerin das Schloss für eine Nacht verzaubert hat. Auf der Fassade des Hauptgebäudes entstand eine Live-Zeichnung, die bis zum Dach heraufreichte. Die Lichtspuren stellten einen Herrn dar, dem vom Bauern seine Abgabe überreicht wurde, ein passendes Motiv, denn vermutlich war es ja unter anderem dieser "Zehnte", der die Errichtung des Herrenhauses vor fast 300 Jahren ermöglichte, während die Gräfteninsel seinerzeit für die Zehntscheune angelegt worden war.

Für alle, die mehr über die Lichtzeichnerin wissen möchten: http://www.nikoladicke.de